200 Jahre Suermondt: AfD-Ratsherr Mohr will Aachener Beutekunst zurück nach Aachen holen

Über 70 Gemälde aus dem Bestand des Suermondt-Ludwig Museums befinden sich immer noch als sogenannte „Beutekunst“ auf der Halbinsel Krim. Die Gemälde galten mehr als 60 Jahre als verschollen. Verhandlungen mit den damaligen ukrainischen Behörden über eine Rückkehr nach Aachen verliefen erfolglos. Die Ukraine mauerte.

Antrag im Stadtrat: Aachener Kulturgut in die Heimat holen

Mit dem Anschluss der Krim an Russland ist die Verfügungsgewalt über die Aachener Kunstwerke in russische Hand übergangen. Anlässlich des 200. Geburtstages des Museumsstifter Barthold Suermondt am 18. Mai 2018, möchten mein Ratskollege Wolfgang Palm und ich die Kunstwerke zurück in die Heimat holen. Im Januar forderten wir den Oberbürgermeister per Ratsantrag zur Aufnahme entsprechender Verhandlungen mit den russischen Behörden auf.

Mohr: „Suermondt-Jubiläum zur Vebesserung der deutsch-russischen Beziehungen nutzen“

Angesichts wachsender politischer Spannungen zwischen Russland und dem Westen wären erfolgreiche Verhandlungen zwischen Aachen und den russischen Behörden ein wertvoller Beitrag zur Völkerverständigung und Annäherung. Es wäre eine bemerkenswerte Geste Russlands, wenn trotz der angespannten außenpolitischen Lage rechtzeitig zu Barthold Suermondts 200. Geburtstag, Kunstschätze nach Aachen zurückkehren.

Ähnlich sieht das der europapolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Prof. Dr. Harald Weyel. Dieser kommentierte gestern gegenüber dem russischen Nachrichtenportal sputniknews:

„Es wäre schon interessant zu sehen, was wäre, wenn sich jetzt Russland großzügiger und fairer gegenüber Deutschland verhalten würde als die neuen und vermeintlich näheren Partner Polen und Ukraine. Das wäre eine Rückkehr zu der besonderen deutsch-russischen Verbundenheit über die alten Narben hinweg. Das wäre ein schönes Ziel.“

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Mehr dazu: Lesen Sie hier den gesamten Antrag zur Rückführung Aachener Beutekunst